Almanach No.50 Wilder Advent III



Die Tage werden deutlich kürzer. Das Jahr neigt sich. Die längste Nacht des Jahres zieht herauf. 

Seit dem Nikolaustag gehen vor allem im Alpenraum,
aber auch in anderen Ländern Süd- und Südosteuropas die Krampen, Perchten und Barben um.
Wintergestalten mit Masken und Lärmgeräten. 

In der Regel schließen sich hier die Burschen eines Orts zusammen, schnitzen und nähen übers Jahr ihre Kostüme,
und versammeln sich zu Läufen, die am Nikolaustag beginnen und - je nach Maske - bis in die Fastnachtszeit reichen. 

Probates Mittel gegen den Hüttenkoller dieser Zeit.

Wir nähern uns der Zeit der altrömischen Saturnalien.

Und um diese Zeit wird Hanukkah, das jüdische Lichterfest gefeiert, mit Dreideln, gutem Essen und Geschenken. 

Im skandinavischen Raum beginnt die Weihnachtszeit am 13. Dezember mit Luzia, einer sizilianischen Heiligen,
was seit dem Mittelalter die Verbundenheit der Nordleute mit dem Mittelmeerraum zeigt. 


Luzia, deren Festtag im julianischen Kalender deutlich näher an der Wintersonnenwende lag, 
bringt in weißen Kleid mit rotem Gürtel und mit Lichterkrone in den frühen Morgenstunden Lieder, Gebäck und Heiße Getränke, und die Vorweihnacht ins Land. 

Und weiter geht es dann zur längsten Nacht.

Daher: Schönen Dritten Advent, Schönes Lichterfest und Schönen Luzientag, Allerseits!